Labrador Retriever: Charakter, Gesundheit & Ernährung
Der Labrador Retriever gehört zu den beliebtesten Hunderassen weltweit – und das aus gutem Grund. Labradore sind freundlich, menschenbezogen, intelligent und enorm vielseitig: Sie begleiten Familien im Alltag, sind begeistert bei Hundesport dabei und arbeiten als Assistenz-, Therapie- oder Rettungshunde. Gleichzeitig bringt die Rasse ein paar typische Bedürfnisse mit, die man kennen sollte – vor allem in Bezug auf Bewegung, Gewicht und Gelenke.
In diesem Artikel erfährst du, was Labradore ausmacht, worauf es bei Haltung und Erziehung ankommt, welche gesundheitlichen Themen häufiger vorkommen können und wie eine Ernährung aussieht, die zu dieser aktiven, futtermotivierten Rasse passt.
Inhaltsverzeichnis
Woher stammt der Labrador Retriever?
Seine Wurzeln hat der Labrador Retriever in Kanada, genauer gesagt in Neufundland. Dort wurden Hunde vom Typ des späteren Labradors als Arbeitshunde eingesetzt – unter anderem zum Apportieren und als Helfer für Fischer. Im 19. Jahrhundert kam die Rasse nach England, wo sie gezielt weitergezüchtet und als „Labrador Retriever“ etabliert wurde. Seine Beliebtheit hat der Labrador bis heute behalten, weil er Arbeitsfreude und Familienfreundlichkeit sehr gut verbindet.
Größe, Gewicht und Entwicklung: Was ist beim Labrador normal?
Labradore gelten als mittelgroße Hunde. Rüden erreichen typischerweise eine Schulterhöhe von etwa 56–57 cm, Hündinnen liegen meist bei etwa 54–56 cm. Beim Gewicht gibt es je nach Körperbau, Linie und Aktivitätslevel Unterschiede: Häufig werden bei Rüden etwa 29–36 kg und bei Hündinnen etwa 25–32 kg angegeben.
Wichtig ist dabei: Entscheidend ist nicht nur die Zahl auf der Waage, sondern die Körperkondition. Labradore neigen rassetypisch zu Übergewicht – und selbst „nur ein bisschen zu viel“ kann Gelenke und Stoffwechsel langfristig belasten. Ein guter Check ist daher immer auch die Frage: Sind die Rippen gut tastbar, aber nicht sichtbar? Hat dein Hund eine erkennbare Taille?
Viele Labradore sind körperlich ungefähr mit 18 bis 24 Monaten ausgewachsen. Gerade in dieser Zeit lohnt es sich, Training und Fütterung so zu gestalten, dass der Hund nicht „zu schnell zu schwer“ wird.
Charakter: Warum Labradore so beliebt sind
Labradore werden häufig als freundlich, liebevoll, verspielt und intelligent beschrieben – und genau so erleben sie viele Halter*innen auch. Sie sind in der Regel sozial verträglich, eng am Menschen orientiert und bringen oft eine große Begeisterung fürs Apportieren, fürs Wasser und fürs gemeinsame Tun mit.
Was man dabei nicht unterschätzen sollte: Labradore sind nicht nur „lieb“, sondern auch aktiv und arbeitsfreudig. Wenn sie körperlich und mental unterfordert sind, suchen sie sich eigene Aufgaben – und die sind aus Menschensicht nicht immer ideal (z. B. Dinge tragen, kautätig werden, „Dinge organisieren“).

Haltung & Erziehung: Was Labradore wirklich brauchen
Ein Labrador wird dann zum entspannten Begleiter, wenn er eine gute Mischung aus Bewegung, Kopfarbeit und klarer, liebevoller Führung bekommt. Die Rasse gilt als sehr lernfreudig und reagiert gut auf positive Verstärkung. Konsequenz bedeutet dabei nicht Härte, sondern Verlässlichkeit: klare Regeln, klare Rituale, klare Belohnung für erwünschtes Verhalten.
Besonders sinnvoll sind Beschäftigungen, die den Labrador „artgerecht“ abholen: Apportier- und Suchspiele, Dummytraining, Nasenarbeit oder Tricktraining. Diese Formen der Auslastung sind oft effektiver als „noch ein extra langer Spaziergang“, weil sie den Kopf wirklich beschäftigen.
Als Familienhund eignet sich der Labrador meist sehr gut. Trotzdem gilt – wie bei jeder Rasse: Kinder und Hund sollten respektvoll miteinander umgehen, und Spiel/Interaktion sollten gerade bei kleineren Kindern immer begleitet werden.
Typische Mischformen: Welche Kreuzungen gibt es?
Rund um den Labrador gibt es bekannte Mischformen wie den Labradoodle (Labrador x Pudel), Goldador (Labrador x Golden Retriever) oder Borador (Labrador x Border Collie).
Wichtig dazu: Ein Mix ist nicht automatisch „einfacher“ oder „gesünder“. Welche Eigenschaften dominieren, hängt stark von den Elterntieren, der Aufzucht und dem Training ab.
Gesundheit: Welche rassetypischen Themen kommen beim Labrador häufiger vor?
Wie viele Rassen kann auch der Labrador für bestimmte Erkrankungen anfälliger sein. Häufig genannt werden Hüft- und Ellbogendysplasie, bestimmte Augenerkrankungen (z. B. PRA oder Katarakt) sowie – je nach Linie – weitere genetische Themen.
Das bedeutet nicht, dass jeder Labrador betroffen ist. Aber es heißt: Seriöse Zucht, Gesundheitschecks und ein gutes Gewichtsmanagement sind besonders wichtig.
Gerade Gelenke profitieren davon, wenn Labradore schlank bleiben, gleichmäßig Muskulatur aufbauen und nicht ständig „über ihr Limit“ springen müssen (z. B. endloses Ballwerfen ohne Pausen). Wenn bereits Gelenkprobleme bestehen, kann eine tierärztliche Abklärung plus ein passender Trainings- und Ernährungsplan sehr viel Lebensqualität bringen.
Pflege: Fell, Ohren, Krallen – und warum Zahnpflege oft vergessen wird
Labradore haben ein kurzes, dichtes, wasserabweisendes Fell. Regelmäßiges Bürsten (oft reicht 1× pro Woche, im Fellwechsel mehr) hilft, loses Haar zu entfernen und Haut/Fell gesund zu halten.
Da Labradore häufig Wasser lieben, lohnt sich außerdem ein Blick auf die Ohren: Feuchtigkeit kann Infektionen begünstigen. Krallen sollten je nach Untergrund/Bewegung regelmäßig kontrolliert werden.
Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Zahnpflege. Regelmäßiges Zähneputzen oder zahnschonende Kauartikel können helfen, Zahnstein und Mundgeruch vorzubeugen – und das zahlt sich langfristig aus.
Ernährung beim Labrador: So fütterst du rassespezifisch sinnvoll
Labradore sind oft sehr futtermotiviert – und gleichzeitig anfällig dafür, schnell zuzunehmen. Darum ist die „beste Ernährung“ beim Labrador nicht automatisch „möglichst viel“, sondern bedarfsgerecht, sättigend und gut verdaulich. Im Alltag sind diese Punkte besonders wichtig:
Zum einen lohnt es sich, die Futtermenge regelmäßig an Aktivität, Alter und Körperkondition anzupassen – und Leckerlis ehrlich mitzuzählen (gerade beim Training kann das sonst schnell „extra“ werden). Zum anderen profitieren viele Labradore von einer Ernährung, die nicht unnötig schwer im Magen liegt, weil ein empfindlicher Magen-Darm-Trakt und Futtermittelunverträglichkeiten ebenfalls vorkommen können.
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Was kostet ein Labrador?
Die Kosten für einen Labrador-Welpen variieren je nach Züchter, Stammbaum, Region und Aufzucht. Im Original werden häufig 800 bis 2.000 Euro genannt. Entscheidend ist weniger der Preis, sondern ob du einen seriösen Züchter wählst, der Gesundheitsuntersuchungen nachweisen kann, transparent arbeitet und die Welpen gut sozialisiert.
Fazit: Ist ein Labrador der richtige Hund für dich?
Ein Labrador ist ein großartiger Begleiter für Menschen, die Lust auf einen aktiven, freundlichen, lernfreudigen Hund haben – und bereit sind, ihn körperlich und mental auszulasten. Mit klarer, positiver Erziehung, guter Pflege, einer passenden Alltagsroutine und einer bedarfsgerechten Ernährung kann der Labrador viele Jahre ein verlässlicher Teil der Familie sein.
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