Die Ernährung des Hundes ist ein zentraler Faktor für Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Sie beeinflusst nicht nur das Körpergewicht, sondern auch Verdauung, Immunsystem, Haut, Fell, Stoffwechsel und langfristig sogar die Organfunktion. Entsprechend groß ist die Verunsicherung vieler Hundehalter:innen, wenn es um die Wahl des passenden Futters geht.

Besonders häufig stehen sich zwei Fütterungsformen gegenüber: Trockenfutter und Frischfutter. Beide werden als Alleinfuttermittel angeboten, unterscheiden sich jedoch grundlegend in Herstellung, Zusammensetzung, Verdaulichkeit und physiologischer Wirkung auf den Hund. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, lohnt sich ein genauer Blick auf beide Konzepte.

Trockenfutter – Definition und Herstellung

Trockenfutter ist ein industriell hergestelltes Hundefutter mit einem sehr niedrigen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 8–12 %. Um diese lange Haltbarkeit zu erreichen, werden die eingesetzten Rohstoffe stark verarbeitet. In der Praxis kommt meist das sogenannte Extrusionsverfahren zum Einsatz. Dabei werden Fleischmehle, pflanzliche Komponenten, Fette und Zusatzstoffe gemischt und unter hohem Druck sowie Temperaturen von teilweise über 120 °C erhitzt, geformt und anschließend getrocknet.

Durch diesen Prozess entsteht ein lagerstabiles Produkt, das ohne Kühlung über Monate haltbar ist und sich einfach transportieren und portionieren lässt.

Trockenfutter

Vorteile von Trockenfutter

Trockenfutter ist vor allem aus organisatorischer Sicht attraktiv. Es lässt sich unkompliziert lagern, benötigt keinen Kühl- oder Gefrierplatz und ist im Alltag leicht zu handhaben. Auch auf Reisen oder bei eingeschränkten Lagermöglichkeiten ist Trockenfutter gut einsetzbar.

Zudem ist Trockenfutter meist kostengünstiger als Frischfutter und in nahezu jedem Fachhandel verfügbar. Für viele Hundehalter:innen spielt diese Kombination aus Preis, Verfügbarkeit und Bequemlichkeit eine wichtige Rolle.

Nachteile von Trockenfutter aus ernährungsphysiologischer Sicht

Aus fachlicher Perspektive liegt der größte Nachteil von Trockenfutter in der starken Verarbeitung. Die hohen Temperaturen während der Herstellung können hitzeempfindliche Nährstoffe wie Vitamine, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe teilweise zerstören. Um diese Verluste auszugleichen, werden viele Nährstoffe nachträglich in synthetischer Form zugesetzt.

Ein weiterer zentraler Punkt ist der geringe Feuchtigkeitsgehalt. Hunde sind evolutionär darauf ausgelegt, einen großen Teil ihres Wasserbedarfs über die Nahrung aufzunehmen. Trockenfutter liefert nahezu keine Feuchtigkeit, wodurch der Hund mehr trinken muss, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Nicht alle Hunde kompensieren dies ausreichend.

Hinzu kommt die Verdaulichkeit. Trockenfutter enthält häufig einen hohen Anteil an Stärke, die technologisch notwendig ist, um stabile Kroketten zu formen. Für viele Hunde ist diese Kombination aus Trockenheit und Stärke schwerer zu verwerten. Eine geringere Verdaulichkeit äußert sich oft in größeren Kotmengen, vermehrter Gasbildung oder einer höheren Belastung des Magen-Darm-Trakts.

Auch die Akzeptanz kann eingeschränkt sein. Geruch, Geschmack und Textur von Trockenfutter sind für manche Hunde wenig attraktiv, insbesondere für sensible, ältere oder mäkelige Tiere.

Hund liegt auf der Couch

Frischfutter – die gesündere Alternative

Frischfutter basiert auf hochwertigen, frischen Zutaten, die schonend gegart werden. Typischerweise besteht es aus Fleisch, Gemüse, ausgewählten Kohlenhydratquellen, Ölen sowie einer exakt abgestimmten Vitamin- und Mineralstoffmischung. Ziel ist eine vollwertige, bedarfsgerechte Alleinnahrung mit möglichst geringer Verarbeitung.

Im Gegensatz zu rohen Rationen werden die Zutaten erhitzt. Dieser Schritt ist ernährungsphysiologisch entscheidend, da er sowohl die Sicherheit als auch die Verdaulichkeit der Nahrung erhöht.

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Vorteile von Frischfutter

Ein zentraler Vorteil von Frischfutter liegt in der Qualität und Herkunft der eingesetzten Zutaten. Frischfutter basiert auf natürlichen, hochwertigen Rohstoffen in Lebensmittelqualität, wie frischem Fleisch, Gemüse und ausgewählten Kohlenhydratquellen. Diese Zutaten sind für den Verzehr geeignet, bevor sie zu Hundefutter verarbeitet werden, und unterscheiden sich damit deutlich von stark verarbeiteten Rohstoffen oder Nebenprodukten, wie sie häufig in industriellen Futtermitteln zum Einsatz kommen.

Ein weiterer Vorteil ist der Verzicht auf Konservierungsstoffe. Frischfutter wird nicht durch chemische Konservierung haltbar gemacht, sondern durch Kühlung oder Tiefkühlung. Dadurch bleibt die Zusammensetzung überschaubar und transparent, ohne dass künstliche Haltbarkeitsverlängerer notwendig sind.

Durch die schonende Garung werden krankheitserregende Keime zuverlässig inaktiviert, während gleichzeitig viele Nährstoffe erhalten bleiben oder sogar besser verfügbar werden. Proteine werden leichter aufgeschlossen, Stärke wird besser verdaulich, und der Verdauungstrakt des Hundes wird insgesamt entlastet.

Zudem weist Frischfutter in der Praxis häufig eine sehr hohe Akzeptanz auf. Geruch, Geschmack und Konsistenz ähneln selbst gekochten Mahlzeiten, was besonders bei sensiblen, älteren oder mäkeligen Hunden zu einer besseren Futteraufnahme führen kann.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist die stabile und bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Industriell hergestelltes Frischfutter wird ernährungsphysiologisch exakt berechnet, sodass Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in angepasster Menge enthalten sind. Dadurch wird das Risiko von Mangel- oder Überversorgungen reduziert.

Zusammengefasst bietet Frischfutter eine Kombination aus natürlichen Inhaltsstoffen, hoher Nährstoffverfügbarkeit, guter Verträglichkeit und transparenter Zusammensetzung, die aus ernährungswissenschaftlicher Sicht für viele Hunde besonders geeignet ist.

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Nachteile von Frischfutter

Die Nachteile von Frischfutter liegen nicht in der ernährungsphysiologischen Qualität, sondern in der Lagerung und Logistik. Da Frischfutter nur minimal konserviert wird, ist eine durchgehende Kühl- oder Tiefkühllagerung notwendig. Dies erfordert ausreichend Platz im Kühlschrank oder Gefrierschrank sowie etwas Planung im Alltag.

Auch unterwegs oder auf Reisen kann die Lagerung anspruchsvoller sein, wenn keine Kühlmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Diese organisatorischen Aspekte sollten bei der Entscheidung berücksichtigt werden.

Fazit: Welche Fütterungsform ist langfristig sinnvoll?

Aus fachlicher Sicht sollte die Wahl des Futters nicht allein von Bequemlichkeit oder Preis bestimmt werden. Entscheidend sind Verdaulichkeit, Nährstoffqualität, Feuchtigkeitsgehalt und individuelle Verträglichkeit.

Trockenfutter kann im Alltag praktisch sein, bringt jedoch ernährungsphysiologische Einschränkungen mit sich. Frischfutter bietet für viele Hunde eine physiologisch passendere, besser verwertbare und schmackhaftere Ernährung, erfordert jedoch eine bewusste Planung hinsichtlich Lagerung.

Für Hundehalter:innen, die Wert auf Qualität, Verträglichkeit und eine möglichst natürliche Ernährung legen, stellt Frischfutter (wie zum Beispiel von HelloBello) aus ernährungswissenschaftlicher Sicht häufig die sinnvollere Wahl dar.

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