Der Einzug eines Welpen bringt viel Freude – aber auch Verantwortung. In keiner anderen Lebensphase entwickelt sich der Körper eines Hundes so schnell und so umfassend wie in den ersten Monaten. Knochen, Gelenke, Organe, Immunsystem und Verdauung reifen gleichzeitig heran. Die Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle und beeinflusst die Gesundheit deines Hundes oft weit über die Welpenzeit hinaus.

Gerade deshalb lohnt es sich, das Thema Welpenfutter nicht dem Zufall zu überlassen, sondern bewusst und informiert anzugehen.

Wenn du unsicher bist, welches Futter zu Alter, Gewicht und Rasse deines Welpen passt, kannst du das hier mit dem HelloBello Futterrechner individuell berechnen.

Warum Welpen besondere Ernährungsbedürfnisse haben

Welpen befinden sich in einem physiologischen Ausnahmezustand: Wachstum ist für den Organismus ein Hochleistungsprozess. Energie wird nicht nur für Bewegung und Lernen benötigt, sondern vor allem für Zellteilung, Gewebeaufbau und die Entwicklung stabiler Knochenstrukturen.

Damit dieser Prozess gesund abläuft, muss das Futter exakt auf diese Phase abgestimmt sein. Ein Zuviel an Energie kann genauso problematisch sein wie ein Mangel an bestimmten Nährstoffen. Besonders sensibel reagieren Welpen auf Fehler im Calcium-Phosphor-Verhältnis, da dieses maßgeblich die Knochen- und Gelenkentwicklung beeinflusst. Auch Vitamine wie Vitamin D und A sowie Spurenelemente wie Zink und Kupfer müssen altersgerecht dosiert sein, um das Immunsystem und den Stoffwechsel optimal zu unterstützen.

Welpenfutter ist daher nicht einfach „reichhaltigeres“ Hundefutter, sondern folgt ganz eigenen ernährungsphysiologischen Anforderungen.

Dalmatiner Welpe rennt

Welpenfutter und Adultfutter – ein entscheidender Unterschied

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, Welpen könnten problemlos mit normalem Hundefutter mitversorgt werden. Tatsächlich unterscheidet sich Welpenfutter deutlich von Adultfutter – nicht nur im Energiegehalt, sondern vor allem in der Zusammensetzung.

Während erwachsene Hunde einen stabilen Erhaltungsstoffwechsel haben, benötigen Welpen gezielt Nährstoffe für Wachstum und Entwicklung. Adultfutter enthält oft entweder zu wenig Protein oder ein ungeeignetes Mineralstoffverhältnis für diese Lebensphase. Das kann langfristig zu Fehlentwicklungen führen, die sich erst im Junghunde- oder Erwachsenenalter bemerkbar machen.

Ein besonders kritischer Punkt ist das zu schnelle Wachstum. Welpen, die dauerhaft zu energiereich gefüttert werden, wachsen oft schneller, als es ihre Knochen und Gelenke verkraften können. Das Risiko für orthopädische Probleme steigt dadurch deutlich – insbesondere bei mittelgroßen und großen Rassen.

Verdauung und Mikrobiom: Warum Welpen empfindlicher reagieren

Auch der Verdauungstrakt eines Welpen ist noch nicht vollständig ausgereift. Die Magensäureproduktion, die Enzymaktivität und vor allem das Darmmikrobiom entwickeln sich erst schrittweise. Das erklärt, warum viele Welpen sensibel auf Futter reagieren und bei ungeeigneter Ernährung mit Blähungen, weichem Kot oder wechselndem Appetit reagieren.

Stark verarbeitete Futtermittel oder sehr hoch erhitzte Nahrung können diese sensible Phase zusätzlich belasten. Je naturbelassener und leichter verdaulich die Zutaten sind, desto besser kann der junge Organismus Nährstoffe aufnehmen und verarbeiten.

Gerade in dieser Entwicklungsphase zahlt sich eine schonende Fütterung aus, die den Darm nicht überfordert, sondern unterstützt.

Frisch gekochtes Welpenfutter – eine besonders bekömmliche Option

Frisch gekochtes Welpenfutter orientiert sich an genau diesen Bedürfnissen. Durch die schonende Zubereitung bei niedrigen Temperaturen bleiben natürliche Nährstoffe besser erhalten als bei stark erhitzten Futtermitteln. Gleichzeitig sind die Zutaten für den Organismus leichter verdaulich.

HelloBello Welpenfutter wurde gemeinsam mit Tierärzt:innen entwickelt und deckt den Nährstoffbedarf von Welpen ab einem Alter von 12 Wochen bedarfsgerecht ab. Hochwertige Proteine, ausgewogene Mineralstoffverhältnisse und der Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe entlasten den Verdauungstrakt und unterstützen ein gleichmäßiges, gesundes Wachstum.

So verbindet frisch gekochtes Futter die Vorteile selbst zubereiteter Mahlzeiten mit der Sicherheit einer wissenschaftlich berechneten Rezeptur.

Futterumstellung beim Welpen – Geduld ist entscheidend

Da der Verdauungstrakt noch sensibel ist, sollte eine Futterumstellung immer langsam erfolgen. Das neue Futter wird schrittweise über mehrere Tage in steigender Menge untergemischt. Zeigt der Welpe Anzeichen von Verdauungsproblemen, empfiehlt es sich, das Tempo zu reduzieren und dem Darm mehr Zeit zur Anpassung zu geben.

Eine ruhige, gut begleitete Futterumstellung kann viel dazu beitragen, langfristige Unverträglichkeiten zu vermeiden.

Wie oft und wie viel sollte ein Welpe fressen?

Welpen haben nur begrenzte Energiereserven und profitieren daher von mehreren kleinen Mahlzeiten am Tag. In den ersten Lebensmonaten sind drei bis vier Portionen sinnvoll. Mit zunehmendem Alter kann die Fütterung schrittweise auf zwei Mahlzeiten reduziert werden.

Ob die Futtermenge passt, zeigt weniger die Waage als der Körperzustand. Rippen sollten gut tastbar sein, ohne deutlich hervorzustehen. Ein Welpe, der zu viel Futter erhält, wird nicht sofort übergewichtig, sondern wächst oft schlicht zu schnell – ein Risiko, das sich vermeiden lässt, wenn die Futtermenge individuell berechnet wird.

Welpe frisst HelloBello

Fazit: Die richtige Ernährung legt den Grundstein für ein langes Hundeleben

Welpenfutter ist mehr als nur Nahrung – es ist die Basis für gesunde Knochen, eine stabile Verdauung und ein starkes Immunsystem. Wer von Beginn an auf eine ausgewogene, altersgerechte und gut verdauliche Ernährung setzt, investiert nachhaltig in die Gesundheit seines Hundes.

Frisch gekochtes Welpenfutter kann dabei eine besonders sinnvolle Lösung sein, weil es Nährstoffqualität, Bekömmlichkeit und wissenschaftliche Präzision vereint.

Anita Lorber

Anita Lorber